Heute folgt die Idee für das „Tauschhaus on Tour“. Wenn man nicht alle Dinge selbst kauft, sondern teilt, ist das gut für die Umwelt und erst recht für die Haushaltskasse. Zudem: Sachen des täglichen Bedarfs  miteinander zu tauschen bedeutet, sie besser zu nutzen. Denn etwas weiterzugeben, das man nicht mehr braucht, anstatt es wegzuwerfen, verbessert schließlich die Ökobilanz – heißt: Mit jedem Tausch relativieren sich die für die Herstellung einstmals verbrauchten Rohstoffe und auch die Energie.

Mai 2017: Das Tauschhaus in der Löbstedter Straße wird eröffnet (im Vordergrund KSJ-Werkleiter Uwe Feige) – Foto © KSJ. Müller

Tauschschränke, Tauschboxen oder Tauschkästen gab es in Jena schon häufiger – meist aufgrund privater Initiativen. Vor zwei Jahren war es soweit: der in unserem Stadtteil ansässige städtische Eigenbetrieb Kommunalservice Jena (KSJ) eröffnete auf dem gelände seines Wertstoffhofs in der Löbstedter Straße 56 das erste öffentliche Tauschhaus in Jena.

Seither werden sort kleine Gegenstände (Bücher, CDs, DVDs etc.) entgegengenommen, die den Jenaerinnen und Jenaern zu schade sind, sie in den Müll zu werfen und die sie statt dessen anderen kostenlos zur Verfügung stellen möchten. Die Devise heißt – ganz klar: Tauschen statt bezahlen. Das Tauschhaus ist öffentlich zugänglich Montags  (08 – 20 Uhr), Dienstags bis Freitags (08 bis 18 Uhr) sowie Samstags  (07 bis 16 Uhr). Die Mitarbeiter des Wertstoffhofes des Kommunalservice Jena sind hierbei Ansprechpartner für die Interessenten des Tauschhauses, bitten aber zu beachten, dass das Parken nur auf den dafür vorgesehenen Besucherparkplätzen erlaubt ist.

So sieht es im Innern des Tauschhauses aus

Die neue Idee für Jena-Nord, die Ortsteilbürgermeisterkandidat Rainer Sauer bereits in siene Nahziele mit aufgenommen hat, ist: Es muss doch möglich sein, dass das Tauschhaus mit seinen Büchern, Schallplatten / DVDs / CDs – ähnlich wie das Reparier Café – an monatlich wechselnden Orten zu Bürgerinnen und Bürgern in Nord kommt, damit sich diese kostenlos mit den Dingen des Lebens eindecken können, die dieses in unserer hektischen und vom Mammon geprägten Welt ein klein wenig lebenswerter machen.

Und nun: DISKUTIEREN SIE MIT, MACHEN SIE VORSCHLÄGE, SAGEN SIE IHRE MEINUNG ZU DIESER IDEE!